Das Forschungs-Projekt GAIN erforscht und testet VR-Training gegen Diskriminierung von medizinischen Ersthelfer*innen (also Sanitäter*innen, Notärzt*innen und Rettungskräfte) im Einsatz.
Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und Konflikte gehören leider zum Einsatzalltag. Diese Situationen sind emotional belastend, hochdynamisch und stark kontextabhängig. Genau deshalb lassen sie sich nicht durch rein theoretische Modelle oder klassische Trainingsformate ausreichend abbilden.
In GAIN wird daher konsequent auf partizipatives, nutzer*innenzentriertes Design gesetzt. Ziel ist es, VR-gestützte Antidiskriminierungs- und Empowerment-Trainings zu entwickeln, die realistische Situationen abbilden, ohne zu vereinfachen oder stereotype Darstellungen zu reproduzieren.

Diskriminierungserfahrungen sind häufig:
Standardisierte Szenarien oder abstrakte Annahmen laufen Gefahr, an der Realität der Einsatzkräfte vorbeizugehen oder unbeabsichtigt neue Verzerrungen zu erzeugen. GAIN begegnet dieser Herausforderung mit einem iterativen Co-Creation-Ansatz, bei dem zukünftige Nutzer*innen aktiv eingebunden sind:
Die so entstehenden User Stories sind nicht nur fachlich korrekt, sondern auch ethisch verantwortungsvoll, diversitätssensibel und praxisnah. Dies bilden die Grundlage für die Entwicklung der Trainingseinheiten und Szenarien.
Die Co-Creation ist kein isolierter Schritt, sondern Teil eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses:

Dieser Ansatz stellt sicher, dass die VR-Trainings nicht nur technologisch innovativ sind, sondern tatsächlich im Einsatzalltag unterstützen und akzeptiert werden.